Seminar
Doppelte Ausgrenzung | LSBTIQ+ in der Sozialen Arbeit
Seminar für Fachkräfte im sozialen und pädagogischen Bereich | Haltung reflektieren, Ausgrenzung erkennen, professionell handeln
René van der Drift
Die gesellschaftliche Haltung gegenüber LSBTIQ+ Personen ist in den letzten Jahrzehnten liberaler geworden und doch erleben viele von ihnen weiterhin Ausgrenzung. In der Gesellschaft, in religiösen und kulturellen Zusammenhängen, in der eigenen Subkultur und auch in der Sozialen Arbeit. Ausgrenzung findet heute oft subtil und schwer greifbar statt, auch dort, wo Fachkräfte nach den Prinzipien der Gay Affirmative Psychology arbeiten.
Dieses Seminar schafft Raum, um die eigene Haltung gegenüber LSBTIQ+ Personen zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Sie erkunden die Ausgrenzungsprinzipien, die diese Gruppe betreffen, und erarbeiten Wege, wie Sie in der Praxis der Sozialen Arbeit sowohl Ihren eigenen Möglichkeiten als auch den Bedürfnissen dieser Menschen gerecht werden können.
ab 749,00 €
299,00 €
- Ort
Campus 3L gGmbH
Zweifalltorweg 12
64293 Darmstadt
- Dauer
3 Tage
- Veranstaltungsdetails
Präsenz
- Anmeldeschluss
07.10.2026
- Zielgruppe
Fachkräfte im sozialen und pädagogischen Bereich
- Hinweise
Seminar kommt ab 8 Teilnehmenden zustande
- Teilnehmendenzahl
mind. 8 Personen
- Veranstaltungsnummer
802001-26
- Zielsetzung
Dieses Seminar stärkt Ihr Wissen über die LSBTIQ+ Community, ihre Geschichte und die Formen von Ausgrenzung, denen sie begegnet. Sie reflektieren Ihre eigene Einstellung und entwickeln eine professionelle Haltung, die Sie in der Beratung und Begleitung von LSBTIQ+ Personen trägt. Ziel ist es, sowohl die eigene Entwicklung als auch die Bedürfnisse dieser Gruppe in der Sozialen Arbeit in den Blick zu nehmen.
- Inhalte
- Grundkenntnisse der LSBTIQ+ Community, ihrer Geschichte und Ausgrenzungserfahrungen
- Formen subtiler und struktureller Ausgrenzung in Gesellschaft und Sozialer Arbeit
- Reflexion der eigenen Einstellung gegenüber LSBTIQ+ Personen
- Gay Affirmative Psychology als Handlungsrahmen in der Sozialen Arbeit
- Möglichkeiten und Grenzen professionellen Handelns in der Begleitung
- Umgang mit Mehrfachdiskriminierung und doppelter Ausgrenzung
- Kompetenzen
- Sie verfügen über Grundkenntnisse der LSBTIQ+ Community und ihrer Geschichte
- Sie erkennen subtile Formen von Ausgrenzung — auch in der eigenen Praxis
- Sie reflektieren Ihre eigene Haltung gegenüber LSBTIQ+ Personen kritisch und offen
- Sie handeln in der Beratung und Begleitung von LSBTIQ+ Personen professionell und bedarfsgerecht
- Sie kennen die Prinzipien der Gay Affirmative Psychology und wenden sie an
- Sie stärken Ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Mehrfachdiskriminierung
- Praxistransfer
Das Seminar verbindet fachliche Inputs mit der Reflexion eigener Einstellungen und konkreten Handlungsmöglichkeiten aus dem Berufsalltag. René van der Drift bringt jahrzehntelange Praxiserfahrung in der LSBTIQ+ spezifischen Sozialen Arbeit sowie seine Lehrtätigkeit zu Vielfalt und sexueller Vielfalt unmittelbar in die Seminararbeit ein. So entsteht ein Lernraum, in dem fachliches Wissen und persönliche Reflexion zusammenkommen.
Für wen ist dieses Seminar geeignet?
Fachkräfte im sozialen und pädagogischen Bereich, die in Beratung, Begleitung oder pädagogischer Arbeit mit LSBTIQ+ Personen in Berührung kommen oder ihre Haltung und Handlungskompetenz in diesem Themenfeld weiterentwickeln möchten.
Das Seminar richtet sich insbesondere an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie Fachkräfte aus Gemeindepädagogik und Beratung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Termine
Termine
Uhrzeit
Ort
04.11.2026
09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
- Präsenz
05.11.2026
09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
- Präsenz
06.11.2026
09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
- Präsenz
Ihre Seminarleitung
René van der Drift schloss an sein Germanistikstudium die Lehrerausbildung an und wechselte nach einer begonnenen Promotionsarbeit in der Linguistik in die Soziale Arbeit. Er verfügt über langjährige Praxiserfahrung in der schwulenspezifischen soziokulturellen Arbeit, in der Beratung zu alternativen Lebensformen sowie in der Sozialarbeit in Rotterdam. Seit 2004 ist er Lehrender an der Hogeschool Leiden mit dem Schwerpunkt Vielfalt und sexuelle Vielfalt, seit 2009 lehrt er zum Thema LSBTIQ+ an der Evangelischen Hochschule Hessen.
René van der Drift
Dipl. Sozialarbeiter | M.A. Germanistik | Lehrender an der Hogeschool Leiden und der Evangelischen Hochschule Hessen
Sind Vorkenntnisse zum Thema Sexualität in der Sozialen Arbeit erforderlich?
Nein. Das Seminar ist so gestaltet, dass es ohne Vorkenntnisse zugänglich ist. Offenheit für Selbstreflexion und die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung ist hilfreicher als Vorwissen.
Nein. Das Seminar ist so gestaltet, dass es ohne Vorkenntnisse zugänglich ist. Offenheit für Selbstreflexion und die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung ist hilfreicher als Vorwissen.
Erhalte ich eine Teilnahmebestätigung?
Was ist im Preis enthalten?
Was passiert, wenn die Mindestteilnehmendenzahl nicht erreicht wird?
Bis wann muss ich mich anmelden?
Anmeldeschluss ist der 07.10.2026. Da die Plätze begrenzt sind, empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung.
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Campus 3L
Die Seminarräume der Campus 3L gGmbH liegen in unmittelbarer Nähe zum Darmstädter Hauptbahnhof innerhalb der Evangelischen Hochschule Hessen (Zweifalltorweg 12 | 64293 Darmstadt). Die Seminarräume befinden sich hinter dem Mitarbeitendenparkplatz der EHH. Im Lageplan ist das Gebäude dunkellila gekennzeichnet.
Anreise mit der Bahn:
Sie verlassen den Bahnsteig über Treppe oder Aufzug. Oben angekommen wenden Sie sich dem Ausgang nach rechts zu und gehen im Erdgeschoss nach links. Bis zur EHH sind es ca. fünf Gehminuten.
Anreise mit dem Auto:
Der Autobahnanschluss (A5 | A67) liegt nur wenige Autominuten entfernt.
Parkmöglichkeiten gibt es am Bahnhof (Poststraße 12) sowie auf der Seite der EHD im Parkhaus in der Robert-Bosch-Straße 15.
Hinweis: Durch eine Großbaustelle in Bahnhofsnähe kommt es immer wieder zu Änderungen der Verkehrsführung.