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Zertifikatslehrgang

QinkL – Qualifizierung Inklusive Lösung

QinkL: Weiterbildung zur Umsetzung der Inklusiven Lösung im Zuge der SGB-VIII-Reform

Mit der Reform des SGB VIII steht die Kinder- und Jugendhilfe vor einem grundlegenden Wandel. Ab 2028 soll die sogenannte Inklusive Lösung bundesweit umgesetzt werden. Ziel ist eine gemeinsame Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder, Jugendlichen und Familien – unabhängig von Beeinträchtigungen oder Benachteiligungen.

 

QinkL unterstützt Fach- und Führungskräfte dabei, diesen Veränderungsprozess aktiv, fachlich fundiert und strukturell mitzudenken und mitzugestalten.

Überblick

Zertifikatsstart

14.09.2026

Anmeldeschluss

17.08.2026

Teilnehmendenzahl

mind. 12 Teilnehmende

Abschluss

Zertifikat (bei mind. 80 %
Anwesenheit in allen Modulen)

Zertifikatsform

berufsbegleitend,
modular (Präsenz)

Teilnahmeentgelt

  • 1.977 € bei Buchung aller drei Module
  • 680 € je Einzelmodul

Zertifikatskurs

Qualifizierung Inklusive Lösung

Mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, strukturelle Teilhabebarrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen und gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen. Diese Verpflichtung betrifft auch Bildung, politische Teilhabe und die Kinder- und Jugendhilfe.

Vor diesem Hintergrund steht der Zertifikatskurs QinkL. Er greift die aktuellen Entwicklungen hin zu einer inklusiven Ausgestaltung von Bildungs- und Unterstützungsangeboten auf, wie sie insbesondere im Zuge der Reform des SGB VIII und der sogenannten „inklusiven Lösung“ vorgesehen sind.

Ziel ist es, inklusive Verfahren, Angebote und Kompetenzen zu stärken, die allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – unabhängig von kognitiven Beeinträchtigungen oder anderen Exklusionsrisiken – eine verständliche, selbstbestimmte und wirksame Teilhabe ermöglichen.

QinkL qualifiziert Fachkräfte dafür, inklusive Lern- und Bildungsprozesse professionell zu begleiten. Der Kurs verbindet pädagogische, psychosoziale und inklusive Perspektiven und unterstützt Multiplikator*innen dabei, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, Beteiligung zu fördern und Teilhabe konkret umzusetzen.

Banner Webseite Zertifikatslehrgang QinkL – Qualifizierung Inklusive Lösung  Campus 3L 2

Konzept: Inklusive Lösung

QinkL ist im Kontext der sogenannten Inklusiven Lösung verortet. Ziel ist die gemeinsame Verantwortung von Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe für alle Kinder, Jugendlichen und ihre Familien – unabhängig von Beeinträchtigungen oder Benachteiligungen. Der Zertifikatskurs greift die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention sowie der Reform des SGB VIII auf und übersetzt sie in praxisnahe Qualifizierungsimpulse.

Didaktik & Haltung

Die Weiterbildung fördert ein gemeinsames fachliches Selbstverständnis für inklusives Handeln. Pädagogische, psychosoziale und inklusive Perspektiven werden dialogisch miteinander verbunden. Reflexion, Fallarbeit und der Austausch über eigene Praxisfragen unterstützen eine Haltung, die Teilhabe aktiv gestaltet und Exklusionsmechanismen bewusst in den Blick nimmt.

Umfang & Organisation

Der Zertifikatskurs QinkL ist vollständig als Präsenzweiterbildung konzipiert. Die Module finden in kompakten Lerneinheiten statt und ermöglichen intensiven Austausch, gemeinsames Lernen und unmittelbare Praxisreflexion.
Alle Module umfassen jeweils vier Präsenztage. Modul 3 beinhaltet einen Wahltag, der aus einem thematisch spezialisierten Angebot gewählt werden kann. Dieses Format ermöglicht sowohl eine fundierte Grundqualifizierung als auch eine individuelle Schwerpunktsetzung.

Zielgruppe & Arbeitsfelder

Die Inhalte befassen sich mit inklusiver Bildungsarbeit, Kommunikation und Lernbegleitung sowie mit intersektionalen Verschränkungen von Exklusionsrisiken. Im Fokus stehen verständliche Wissensvermittlung, partizipative Methoden und die Reflexion der eigenen professionellen Rolle im Kontext von Teilhabe und Vielfalt.

Inhalte & Perspektiven

Die Inhalte vermitteln Grundlagen inklusiver Bildung, Kommunikation und Lernbegleitung. Im Fokus stehen verständliche Wissensvermittlung, der Umgang mit Heterogenität, partizipative Methoden sowie die Reflexion der eigenen Rolle als Lernbegleitung. Praxisnahe Beispiele unterstützen ein handlungsorientiertes Lernen.

Berufliche Wirkung

Die Qualifizierung befähigt Teilnehmende, Veränderungsprozesse im Zuge der SGB-VIII-Reform aktiv zu initiieren, zu begleiten und professionell zu reflektieren. QinkL bereitet nicht auf fertige Lösungen vor, sondern stärkt die Fähigkeit, inklusive Strukturen, Verfahren und Angebote im eigenen Arbeitsfeld weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Die Weiterbildung QinkL umfasst drei Module innerhalb eines Jahres und greift zentrale fachliche, rechtliche und strukturelle Fragen der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe auf. Sie verbindet sozial- und rechtswissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Perspektiven auf inklusive Prozesse im Sozialraum.

Die Inhalte sind konsequent an den aktuellen Entwicklungen rund um die inklusive Lösung nach SGB VIII ausgerichtet. Präsenzphasen ermöglichen intensiven fachlichen Austausch, gemeinsame Reflexion und die Arbeit an konkreten Praxisfragen. So unterstützt QinkL eine fundierte Auseinandersetzung mit inklusiven Strukturen und bereitet gezielt auf die Gestaltung und Begleitung von Veränderungsprozessen vor.

Modul 1 – Auf dem Weg zur inklusiven Lösung

Das erste Modul vermittelt die fachlichen und rechtlichen Grundlagen der inklusiven Lösung im SGB VIII. Im Mittelpunkt stehen historische Entwicklungen, menschenrechtliche Bezüge sowie die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und Familien. Die Teilnehmenden setzen sich mit Bedarfslogiken, dem Behinderungsbegriff, ICF-orientierter Bedarfsermittlung und der Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe auseinander.

Modul 2 fokussiert die strukturellen Herausforderungen der Umsetzung inklusiver Leistungen. Thematisiert werden rechtliche Grundlagen, inklusive Hilfeplanung, partizipative Verfahren sowie die Gestaltung von Veränderungsprozessen auf kommunaler Ebene. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Rolle in Planungs-, Steuerungs- und Koordinationsprozessen.

Im dritten Modul stehen Sozialraumorientierung, Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien sowie inklusive Angebotsstrukturen im Mittelpunkt. Anhand praxisnaher Beispiele – etwa im Kinderschutz – wird die gemeinsame Zuständigkeit konkretisiert. Ergänzend vertiefen die Teilnehmenden ausgewählte Themen in einem Wahltag, z. B. zu inklusiver Beratung, unterstützter Kommunikation oder Verfahrenslots*innen.

Weiterbildung, die wirkt: Stimmen aus der Praxis

Für wen ist der Zertifikatskurs geeignet?

Da die Inhalte der Weiterbildung breit aufgestellt sind und die Grundlage für Veränderungsprozesse darstellen, ist sie für die unterschiedlichsten Zielgruppen geeignet:

  • Träger der Kinder- und Jugendhilfe
  • Träger der Eingliederungshilfe
  • Leistungserbringer der Kinder- und Jugendhilfe
  • Leistungserbringer der Eingliederungshilfe
  • Sowohl pädagogische Fachkräfte als auch Verwaltungsfachkräfte


Da es bei der Inklusiven Lösung um die Zusammenführung der Bereiche Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe geht, ist es zielführend, wenn beide Bereiche die Qualifizierung besuchen.

Termine

Termine

Uhrzeit

Ort

14.-15.09.2026

09:15 Uhr bis 16:45 Uhr

28.-29.09.2026

09:15 Uhr bis 16:45 Uhr

02.-03.11.2026

09:15 Uhr bis 16:45 Uhr

30.11-01.12.2026

09:15 Uhr bis 16:45 Uhr

25.-27.01.2027

09:15 Uhr bis 16:45 Uhr

Wahltag (Termine folgen)

09:15 Uhr bis 16:45 Uhr

Ihre Fachliche Leitung und Dozierende

Die fachliche Leitung wird unterstützt durch erfahrene interne und externe Dozierende aus Wissenschaft und Praxis. Lernen Sie einige Personen kennen, die ihre Expertise in den Zertifikatskurs einbringen und Sie im Verlauf der Weiterbildung begleiten.

Miriam Eicke

Prof. Dr. Uwe Becker

Dr. Michael Vilain

Miriam Eicke

Fragen & Antworten

Für wen eignet sich dieser Zertifikatskurs?

Der Zertifikatskurs richtet sich an pädagogische und Verwaltungsfachkräfte aus dem Bereich

  • Träger der Kinder- und Jugendhilfe
  • Träger der Eingliederungshilfe
  • Leistungserbringer der Kinder- und Jugendhilfe
  • Leistungserbringer der Eingliederungshilfe
Für die Teilnahme sind keine formalen Voraussetzungen erforderlich. Hilfreich sind Interesse am Thema und die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.
Der Zertifikatskurs besteht aus drei viertägigen Modulen, die jeweils mit zeitlichem Abstand stattfinden. Diese Struktur unterstützt einen nachhaltigen Lernprozess: Sie können das Gelernte zwischen den Terminen anwenden, reflektieren und mit neuen Fragen oder Erfahrungen in den nächsten Block kommen. Theorie, Praxis und Austausch greifen dabei eng ineinander.
Ja, Sie erhalten nach erfolgreicher Teilnahme eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung mit der Aufschrift „Zertifikat“ von Campus 3L. Voraussetzung dafür ist eine Teilnahme von mindestens 80 % der Seminarzeiten, damit Sie alle inhaltlichen Schwerpunkte und Übungen durchlaufen können.
Bitte sprechen Sie uns frühzeitig an. Je nach Seminar können wir individuelle Lösungen finden. Eine vollständige Teilnahme wird jedoch empfohlen.
Die Zertifikatskursgebühr umfasst die Teilnahme am Seminar sowie – je nach Dozent:in – digitale oder gedruckte Materialien, die während des Seminars bereitgestellt werden. Bei Präsenzterminen sind außerdem Kalt- und Heißgetränke (inkl. Kaffeespezialitäten), Bio-Obst von einem regionalen Lieferanten und kleine Naschereien in den Pausen enthalten.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zunächst eine Buchungsbestätigung. Wir informieren Sie, sobald die Mindestteilnehmendenzahl erreicht ist – spätestens jedoch vier Wochen vor dem Weiterbildungsbeginn. Sollte die erforderliche Zahl nicht zustande kommen, melden wir uns frühzeitig bei Ihnen und besprechen das weitere Vorgehen. Ihnen entstehen dadurch selbstverständlich keine Kosten.

Ja. Die Module können einzeln gebucht werden.
Bitte beachten Sie: Für den Erhalt der qualifizierten Teilnahmebestätigung ist die aktive Teilnahme an 80 % der kompletten Kurszeit erforderlich.

Wir empfehlen, dass der Abstand zwischen den Modulen nicht zu groß wird. Es ist aber möglich, dass Sie nach einem Modul nicht direkt das nächste Modul machen. Wir können Ihnen jedoch nicht garantieren, dass ein Folgekurs zustande kommt.

Weitere Empfehlungen für Ihre Weiterentwicklung

Campus 3L

Die Seminarräume der Campus 3L gGmbH liegen in unmittelbarer Nähe zum Darmstädter Hauptbahnhof innerhalb der Evangelischen Hochschule Darmstadt (Zweifalltorweg 12 | 64293 Darmstadt). Die Seminarräume befinden sich hinter dem Mitarbeitendenparkplatz der EHD. Im Lageplan ist das Gebäude dunkellila gekennzeichnet.

Anreise mit der Bahn:
Sie verlassen den Bahnsteig über Treppe oder Aufzug. Oben angekommen wenden Sie sich dem Ausgang nach rechts zu und gehen im Erdgeschoss nach links. Bis zur EHD sind es ca. fünf Gehminuten.

Anreise mit dem Auto:
Der Autobahnanschluss (A5 | A67) liegt nur wenige Autominuten entfernt.
Parkmöglichkeiten gibt es am Bahnhof (Poststraße 12) sowie auf der Seite der EHD im Parkhaus in der Robert-Bosch-Straße 15.

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