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Zertifikatskurs

Soziotherapie / Sozialpsychiatrie

Beziehungen gestalten und Mentalisieren fördern

Die Arbeit in der Gemeindepsychiatrie und Soziotherapie setzt theoretisches und praktisches Wissen und Handlungskompetenzen voraus, die in unserer Weiterbildung erworben werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Interaktionen zwischen den Klient*innen und Fachkräften, die betrachtet werden vor dem Hintergrund einer mentalisierungsbasierten Pädagogik. Die Block-seminare werden begleitet durch eine berufs-bezogene Selbsterfahrungsgruppe. Damit ist diese Weiterbildung für alle geeignet, die im Rahmen ihrer (sozial-)pädagogischen Arbeit nicht nur vertieftes Wissen über psychische Störungsbilder benötigen, sondern Reflexionsprozesse und Handlungsorientierungen suchen.

Überblick

nächster Zertifikatsstart

28. September 2026

Anmeldeschluss

25. August 2026

Teilnehmendenzahl

mind. 16, max. 20 Teilnehmende

Abschluss

Zertifikat (bei mind.
80 % Anwesenheit)

Abschluss

Zertifikat (bei mind. 80 % Anwesenheit)

Zertifikatsform

berufsbegleitend,
Präsenz

Teilnahmeentgelt

1.999 € (eine Anmeldung ist ausschließlich für alle Kursinhalte zusammen möglich)

Anforderungen gemäß Soziotherapierichtlinie 

  • Kenntnisse der psychiatrischen Erkrankungen (Krankheitsbilder, Verlauf, Behandlungsmethoden)
  • Kenntnisse und praktische Erfahrungen mit schwer psychisch Kranken,
    insbesondere im Hinblick auf deren Verhaltensweisen und Krisenfrühwarnzeichen
  • Kenntnisse und Erfahrungen in koordinierender und begleitender Unterstützung und Gruppenarbeit
  • Kenntnisse über komplexe, aktivierende und handlungsorientierte Methoden und Verfahren
  • Kenntnisse in der Aufstellung und Umsetzung von soziotherapeutischen Betreuungsplänen
  • Kenntnisse in der Formulierung von Therapiezielen
  • Kenntnisse in der Dokumentation von Behandlungsverläufen
  • Kenntnis des gemeindepsychiatrischen Verbundsystems
  • Kenntnis des Sozialleistungssystems
  • Kenntnisse in Rechtskunde, insbesondere im Hinblick auf die Betreuung von psychisch Kranken

Konzept

Der Zertifikatskurs qualifiziert Fachkräfte für die professionelle Arbeit in der Gemeindepsychiatrie und Soziotherapie.
Im Mittelpunkt stehen tragfähige Arbeitsbeziehungen, das Verständnis psychischer Erkrankungen sowie die Förderung von Mentalisierung in pädagogischen und sozialpsychiatrischen Arbeitsfeldern.
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die fachliche Vertiefung mit Reflexion und handlungsleitender Orientierung verbinden möchten.

Didaktik & Haltung

Die Weiterbildung ist als Blockseminar konzipiert und verbindet fachliche Inputs, praxisnahe Fallarbeit, Reflexion professioneller Haltung sowie begleitende berufsbezogene Gruppenselbsterfahrung.
Theorie und Praxis greifen eng ineinander und ermöglichen eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen und beruflichen Herausforderungen.

Umfang & Organisation

Der Zertifikatskurs umfasst sechs aufeinander aufbauende Blockseminare à zwei Tage. An allen zwölf Tagen findet zusätzlich berufsbezogene Gruppenselbsterfahrung in Kleingruppen statt.

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an Sozial- und Heilpädagog*innen sowie Fachkräfte aus der Gemeindepsychiatrie, Soziotherapie und angrenzenden psychosozialen Arbeitsfeldern. Angesprochen sind auch Angehörige anderer Berufsgruppen mit einschlägiger Berufserfahrung im psychosozialen Kontext.

Inhalte

Die Weiterbildung vermittelt theoretische und praktische Grundlagen u. a. zu Sozialpsychiatrie und Soziotherapie, psychischen Erkrankungen und Behandlungskonzepten, Mentalisierung und Beziehungsgestaltung, Krisenintervention, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Reflexion der eigenen professionellen Rolle.

Berufliche Wirkung & Perspektive

Der Zertifikatskurs stärkt die fachliche Handlungssicherheit in sozialpsychiatrischen und soziotherapeutischen Arbeitsfeldern. Teilnehmende vertiefen ihr Verständnis für psychische Erkrankungen, Beziehungsdynamiken und Versorgungsstrukturen und gewinnen Sicherheit im professionellen Handeln – auch in komplexen und krisenhaften Situationen. Die Weiterbildung fördert eine reflektierte, beziehungsorientierte Praxis und die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Netzwerk.

Inhaltliche Schwerpunkte

Der Zertifikatskurs verbindet in 6 Blöcken theoretische Grundlagen der Sozialpsychiatrie und Soziotherapie mit einer intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen professionellen Praxis. Die Inhalte sind praxisnah, reflexionsorientiert und konsequent auf die Anforderungen sozialpsychiatrischer Arbeitsfelder ausgerichtet. In aufeinander aufbauenden Blockseminaren vertiefen die Teilnehmenden ihr Verständnis für psychische Erkrankungen, Beziehungsgestaltung und professionelle Haltung.

Block I – Einführung in die Soziotherapie und Mentalisierung
  • Einführung: Was ist Soziotherapie?
  • Grundlagen des Mentalisierens in der Gemeindepsychiatrie
  • Beziehungsgestaltung in sozialpsychiatrischen Arbeitsfeldern
  • Mentalisierungsförderung bei Menschen mit Traumafolgestörungen
  • Psychosoziale Begleitung in komplexen Lebenslagen
  • Umgang mit Suizidalität und Krisen
  • Soziale Gruppenarbeit
  • Rechtliche Grundlagen in der Psychiatrie
  • Soziale Arbeit in der Forensik
  • Beziehungsgestaltung und Mentalisierungsförderung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
    (Jugendhilfe, Psychotherapie und Psychiatrie)
  • Eltern- und Angehörigenarbeit
  • Abhängigkeit und Suchterkrankungen
  • Doppeldiagnosen
  • Beziehungsgestaltung und Mentalisierungsförderung in der Suchthilfe
  • Abschluss und gemeinsame Reflexion
  • Bestandteil aller Blockseminare
  • jeweils 15:30–17:00 Uhr
  • in Kleingruppen


Die Gruppenselbsterfahrung dient der Reflexion eigener Beziehungsmuster, beruflicher Rollen und herausfordernder Praxissituationen und ist integraler Bestandteil des gesamten Kurses.

Ihre Fachliche Leitung und Dozierende

Die fachliche Leitung wird unterstützt durch erfahrene interne und externe Dozierende aus Wissenschaft und Praxis.
Lernen Sie einige Personen kennen, die ihre Expertise in den Zertifikatskurs einbringen und Sie im Verlauf der Weiterbildung begleiten.
Prof. Dr. med. Holger Kirsch Seminarleitung

Prof. Dr. med. Holger Kirsch

Prof. Dr. Noëlle Behringer

Prof. Dr. Noëlle Behringer

Susanne Bendig M.A.

Susanne Bendig M.A.

Kristina Fischer

Kristina Fischer

Alina Geisen 

Alina Geisen 

Julia Helfert  

Julia Helfert 

Veronika Kühnhöfer

Veronika Kühnhöfer

Prof. Dr. Sonja Protić

Prof. Dr. Sonja Protić 

Für wen ist der Zertifikatskurs geeignet?

  • Sozial- und Heilpädagog*innen sowie verwandte Berufsgruppen
  • Fachkräfte aus der Gemeindepsychiatrie, Soziotherapie und angrenzenden Arbeitsfeldern
  • Professionelle anderer Berufsgruppen mit einschlägiger Berufserfahrung im psychosozialen Bereich

Termine

Termine

28. | 29. September 2026

12. | 13. November 2026

18. | 19. Januar 2027

15. | 16. Februar 2027

01. | 02. März 2027

19. | 20. April 2027

Uhrzeit

09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort

Fragen & Antworten

Für wen eignet sich dieser Zertifikatskurs?

Der Zertifikatskurs richtet sich an Fachkräfte, die im sozialpsychiatrischen, soziotherapeutischen oder psychosozialen Arbeitsfeld tätig sind und ihre professionelle Handlungssicherheit vertiefen möchten.
Angesprochen sind insbesondere Sozial- und Heilpädagog*innen, Fachkräfte aus der Gemeindepsychiatrie, Soziotherapie und angrenzenden Arbeitsfeldern sowie andere Berufsgruppen mit einschlägiger Erfahrung im psychosozialen Kontext, die mit Menschen mit psychischen Erkrankungen arbeiten.

Der Zertifikatskurs ist berufsbegleitend konzipiert und vollständig als Präsenzweiterbildung organisiert.

Er umfasst sechs aufeinander aufbauende Blockseminare mit insgesamt 12 Präsenztagen, die sich über einen Zeitraum von etwa einem Jahr erstrecken.


Alle Blockseminare werden durch berufsbezogene Gruppenselbsterfahrung in Kleingruppen ergänzt.

Die kompakten Präsenzphasen ermöglichen intensives Lernen, die Reflexion eigener beruflicher Erfahrungen sowie den direkten Transfer der Inhalte in die soziotherapeutische und sozialpsychiatrische Praxis.

Ja. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung mit der Bezeichnung „Zertifikat“ von Campus 3L.

Voraussetzung ist eine aktive Teilnahme von mindestens 80 % der Seminarzeiten sowie die Teilnahme an der berufsbezogenen Gruppenselbsterfahrung.

Der Zertifikatskurs ist als zusammenhängende Weiterbildung konzipiert und schließt mit einer gemeinsamen Abschluss- und Reflexionsphase ab.

Bitte sprechen Sie uns frühzeitig an. Je nach Situation können individuelle Lösungen geprüft werden.

Da die Inhalte aufeinander aufbauen und die Gruppenselbsterfahrung ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung ist, wird eine vollständige Teilnahme dringend empfohlen.

Das Zertifikat kann nur ausgestellt werden, wenn die Mindestteilnahmequote eingehalten wird.

Wir arbeiten bewusst in überschaubaren Lerngruppen, um persönlichen Austausch, eine vertrauensvolle Lernatmosphäre und individuelle Begleitung zu ermöglichen.
Die Gruppengröße unterstützt insbesondere die Reflexions- und Beziehungsarbeit, die für die soziotherapeutische Praxis zentral ist.

Die Kursgebühr umfasst die Teilnahme an allen Blockseminaren einschließlich der berufsbezogenen Gruppenselbsterfahrung sowie – je nach Dozent*in – digitale oder gedruckte Arbeitsmaterialien.

Bei Präsenzterminen sind zudem Kalt- und Heißgetränke (inkl. Kaffeespezialitäten), Bio-Obst von einem regionalen Anbieter sowie kleine Snacks in den Pausen enthalten.

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zunächst eine Buchungsbestätigung.
Sollte die erforderliche Mindestteilnehmendenzahl nicht zustande kommen, informieren wir Sie rechtzeitig vor Kursbeginn und besprechen das weitere Vorgehen.
Bereits geleistete Zahlungen werden selbstverständlich vollständig zurückerstattet.

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Campus 3L

Die Seminarräume der Campus 3L gGmbH liegen in unmittelbarer Nähe zum Darmstädter Hauptbahnhof innerhalb der Evangelischen Hochschule Darmstadt (Zweifalltorweg 12 | 64293 Darmstadt). Die Seminarräume befinden sich hinter dem Mitarbeitendenparkplatz der EHD. Im Lageplan ist das Gebäude dunkellila gekennzeichnet.

Anreise mit der Bahn:
Sie verlassen den Bahnsteig über Treppe oder Aufzug. Oben angekommen wenden Sie sich dem Ausgang nach rechts zu und gehen im Erdgeschoss nach links. Bis zur EHD sind es ca. fünf Gehminuten.

Anreise mit dem Auto:
Der Autobahnanschluss (A5 | A67) liegt nur wenige Autominuten entfernt.
Parkmöglichkeiten gibt es am Bahnhof (Poststraße 12) sowie auf der Seite der EHD im Parkhaus in der Robert-Bosch-Straße 15.

Hinweis: Durch eine Großbaustelle in Bahnhofsnähe kommt es immer wieder zu Änderungen der Verkehrsführung.